Freitag, 26. August 2016

Wie die Scharia das Abendland erobert


Bisher habe ich ja das Gerede vom Untergang des jüdisch-christlichen Abendlandes durch den Islam nicht ernst nehmen können. Inzwischen habe ich meine Meinung geändert. Der Islam, insbesondere dessen Vorstellungen von dem, was sich schickt und was anstößig ist, beeinflusst in beängstigender Weise unsere viel gepriesene freiheitliche Art, zu leben. Ein Beispiel ging kürzlich durch die Medien: da wird an einem Strand in Nizza, eine Frau von drei bewaffneten Polizisten umringt und gezwungen sich auszuziehen. Was hatte sie verbrochen? Sie hatte die Kühnheit besessen, sich inmitten halb und beinahe nackter Menschen bekleidet mit einer Jogginghose und einem Oberteil, dass weder Busen noch Arme sehen ließ sowie einem Kopftuch in den Sand zu legen. Wohlgemerkt: Die Frau trug keinen Burkini, jenen Ganzkörper- Badeanzug, den die französische Regierung als unfranzösisch verboten hatte. Mag allerdings sein, dass die Frau kurz vorher zum Frühstück Fladenbrot statt Croissants verzehrt hatte. Die Szene hätte sich auch in Rakka oder in Aleppo abspielen können. Nur dass die Bedauernswerte dort von bewaffneten Religionswächtern des IS umzingelt worden wäre, weil sie sich nicht voll verschleiert in der Öffentlichkeit hätte sehen lassen. In Nizza wird, eine offenbar muslimische Frau, von der französischen Polizei gemaßregelt, weil sie zu wenig nackte Haut zeigt. Scharia auf französisch.
Scharia auf deutsch: In der Hoffnung, der AfD bei den kommenden Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ein paar Stimmen abjagen zu können, haben die CDU-Innenminister vor ein paar Tagen mit großem Getöse ein Burka-Verbot gefordert. Geeinigt hat man sich dann schließlich mit dem Bundesinnenminister für eine leicht abgespeckte Variante. Die ARD, offenbar auf das Wohlwollen von CDU-Mitgliedern im Rundfunkrat angewiesen, hat denn auch gleich die passende Umfrage dazu geliefert: 51% der dort Befragten sprachen sich für ein Burkaverbot aus. Der deutsche Michel ist offenbar schon so islamisiert, dass er die Kleidervorschriften der Scharia übernimmt und der deutschen Leitkultur anpasst: Zipfelmütze statt Burka! Dabei gibt es gerade ein paar hundert Burkaträgerinnen in Deutschland, aber offenbar hat die CDU in ihrem Bemühen, die AfD rechts zu überholen, doch ein feines Gespür für das xenophobe Grummeln im deutschen Volkskörper. Vorreiterin für ein Burkaverbot ist ja schon seit langem eine gewisse Julia Klöckner aus Rheinland-Pfalz. Ministerpräsidentin ist sie deshalb aber auch nicht geworden. Als Tochter eines Winzers und ehemalige Weinkönigin dürfte sie allerdings mehr das Alkoholverbot im Islam als die Burka stören.
Das Pikante an dem CDU-Schildbürgerstreich: Wenn irgendwo in Deutschland Burkaträgerinnen in nennenswerter Zahl auftreten, dann handelt es sich dabei meist um zahlungskräftige Touristinnen aus den arabischen Emiraten und aus Saudi-Arabien. Seit dem Burkaverbot in Frankreich hat für diese Personengruppe Deutschland sogar noch an Beliebtheit zugenommen. Für Hotels, Luxusgeschäfte und Kliniken stellen sie eine erhebliche Einnahmequelle dar. Sie lassen jährlich mehrere Millionen Euro im Land. Die monetäre Islamisierung, bzw. Arabisierung Deutschlands sollte man deswegen keineswegs unterschätzen.
Desgleichen sollte die CDU auch einmal den Einfluss arabischen Kapitals in der heimischen Wirtschaft ganz allgemein zum Wahlkampfthema machen. Angefangen von Fußballvereinen über Autofirmen bis zu Flugzeugunternehmen ist die Beteiligung an deutschen Unternehmen aus dem konservativ islamisch arabischen Raum beträchtlich. Hier dürfte allerdings der Wirtschaftsflügel der CDU sein Veto einlegen. Es ist eine Sache, gegen Burka- und Kopftuchträgerinnen Stimmung zu machen, oder die Finanzierung von Moscheen in Deutschland durch das erzkonservative Saudi-Arabien zu kritisieren oder sich mit der deutschen Wirtschaftslobby anzulegen. Eine Burkaträgerin auf dem Oktoberfest ist natürlich ein Sicherheitsrisiko, während eine Dirndlmaid zur Folklore gehört und kaum etwas versteckt.


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