Freitag, 18. Mai 2012

Blockupy und der ungerechte Mammon


Die Occupy-Bewegung hat vom 16. bis zum 19.Mai zum Protest gegen die Macht der Banken aufgerufen. In verschiedenen Städten, darunter auch am Banken-Platz Frankfurt sollen Banken blockiert und mit Demonstartionen, Zeltlagern, Veranstaltungen gegen die Macht der Banken und die Auswüchse des Kapitalismus protestiert werden.

Während an beinahe jedem Wochenende irgendwo in Deutschland Aufmärsche von Neonazis genehmigt, von Gerichten gegen Einsprüche verteidigt und von der Polizei geschützt werden, sind in Frankfurt fast alle Demonstrationen von Blockupy verboten worden. Die Polizei ist mit einem Riesenaufgebot zur Stelle, räumt Zeltlager, trägt Demonstranten vom Platz, ist überall zur Stelle, wo mehr als ein halbes Dutzend Menschen beieinanderstehen. U-Bahnhöfe sind gesperrt, Bus-Linien werden umgeleitet. Frankfurt ist blockiert, nicht von Blockupy sondern von der Polizei! Keine Terrorwarnung der vergangenen Jahre hat ein derartiges Aufgebot von Sicherheitskräften provoziert. Dabei ist die Ockupy-Bewegung doch bloss albern, wenn man einer früheren Äusserung des gegenwärtigen Bundespräsidenten und ehemaligen Pastors der evangelischen Kirche glauben soll.

Albern sind dann wohl auch die Worte aus dem Evangelium des Lukas, von denen einige vielleicht sogar auf Jesus selbst zurückgehen. Aber der war wohl auch albern.

Weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten (Lk 6,24).

Wenn ihr nur denen leiht, von denen ihr hofft zurückzubekommen, welchen Lohn habt ihr? Handeln so nicht auch die Banken? (Lk 6, 34).

Keiner von euch kann mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet (Lk 14, 33)

Niemand kann zwei Herren dienen; entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich bei dem einen anbiedern und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Kapitalismus (Lk 16,13).

Wo das Aas ist, da versammeln sich die Spekulanten. (Lk 17,37).