Donnerstag, 22. Dezember 2011

Der Stern von Bethlehem


Die Menschwerdung Gottes stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Alles begann damit, dass Maria, die junge Frau, die als seine Mutter vorgesehen war, nicht wusste, wie sie schwanger werden sollte. Als sie dann doch in andere Umstände kam, waren es die falschen. Hätte nicht Josef, ein älterer Witwer aus der Nachbarschaft, sie geheiratet, wäre sie wohl gesteinigt worden und Gott wäre gestorben, bevor er noch das Licht der Welt erblickt hätte.


Obwohl Maria hochschwanger war, wollte Josef Weihnachten unbedingt mit ihr in Bethlehem verbringen. Dort war er geboren und aufgewachsen. Dass er vorher besser ein Zimmer reserviert hätte, kam ihm erst, als sie dort waren. Bethlehem ist nämlich an Weihnachten immer voller Touristen. Bei Maria setzten schon die Wehen ein, als sie zu guter Letzt bei einem Bauern Unterschlupf fanden. Der wohnte zusammen mit seiner großen Familie und etlichen Haustieren in einem einzigen schäbigen Raum.


Irgendwie ging dann doch noch alles glatt mit der Geburt und man legte Gott in einen Futtertrog. Als alle erschöpft und erleichtert sich zum Schlafen niederlegen wollten, kamen Hirten aus der Umgebung und wollten Party machen. Gott wachte auf und fing an zu weinen. Dann tauchten auch noch drei Typen auf, Ausländer. Sie brachte Gott allerlei Spielzeug, für das er noch viel zu klein war. Aber Gott lachte. Da wunderten sich alle.


Die Freude sollte nicht lange anhalten. Das Jugendamt kündigte sich an. Die wollten Gott in ein Heim stecken, wegen dem Kindeswohl und so. Josef aber nahm Maria und das Kind und schaute, dass er weg kam. Auch die drei Ausländer verdrückten sich, sie hatten keine Papiere. Josef brachte seine Heilige Familie nach Ägypten. Erst Jahre später traute er sich wieder zurück und ließ sich mit den Seinen in Nazareth nieder. Von Bethlehem hatte er vorerst genug. Gott aber wurde grösser.


Montag, 19. Dezember 2011

Crashkurs Weihnachten - eine Empfehlung

Wer tiefer in Sinn und Bedeutung der biblischen Weihnachtsgeschichten eindringen möchte, dem empfehle ich Ameleos Blog, Frech.Fromm.Frau: Crashkurs Weihnachten. Heute zum Beispiel den sehr informativen Beitrag, Engel - Boten zwischen Himmel und Erde.

Liebe Grüße an meine Nachbarin.

Armand


Josef - Ein Mann verliert seine Ehre (Mt 1,18 - 2,23)

Josef ist der Mann im Schatten. Die Evangelien erwähnen ihn höchstens beiläufig und irgendwann verschwindet er so unauffällig wie er gekommen ist. Einzig in der Kindheitsgeschichte des Matthäus hat er drei bedeutsame  Auftritte. Aber selbst dabei geschieht das Entscheidende im Dunkel der Nacht: Klarheit über seinen Weg gewinnt Josef des Nachts in Träumen, die Flucht nach Ägypten tritt er in der Nacht an. Die Rolle Josefs im Leben Jesu bleibt buchstäblich im Dunkel.

Was ist das für ein Mann, der sein Leben von Träumen bestimmen lässt? Welcher Mann auch heiratet eine Frau, die noch vor der Hochzeit von weiß Gott wem schwanger geworden ist? Wohl nur ein Träumer! Natürlich denkt Matthäus dabei an einen anderen Josef aus der Tradition Israels, der auch gern geträumt hat. Den brachten seine Träume zunächst arg in die Bredouille, später allerdings zu hohen Ehren am Hof des ägyptischen Pharao. Auch ihm wird eine Mesalliance mit einer ägyptischen Prinzessin, Aseneth, nachgesagt. Die Prinzessin war Nicht-Israelitin und damit unrein und für einen Israeliten als Ehefrau tabu.

Ähnlich nimmt auch Josef eine Unreine zur Frau, wenn er die von einem Unbekannten schwangere Maria heiratet. Ein Mann, der so etwas tut, verliert seine Ehre. Ein Mann der seine Ehre verloren hat, aber ist kein Mann. So einfach ist das. Man muss  nicht unbedingt bis nach Anatolien gehen, um Männer zu finden, die einer solchen Auffassung beipflichten. An jedem beliebigen Stammtisch hierzulande wird man gewiss einen finden, der Josef einen Idioten nennen würde.

Matthäus allerdings findet nicht, dass Josef ein Idiot ist. Er nennt ihn gerecht. Auch hier wieder denkt er an den anderen Josef, der als der Gerechte schlechthin galt. Zunächst wundert man sich, wieso Josef gerecht sein soll. Immerhin versucht er aus seiner misslichen Lage herauszukommen, indem er die Verbindung mit Maria einfach still und heimlich löst. Damit hätte er zwar seine Ehre gerettet, aber eine Schwangere wieder bei ihrer Familie abzuliefern, wäre nicht gerade eine großmütige Tat gewesen. Maria wäre für den Rest ihres Lebens eine Gezeichnete gewesen. Die Unehre wäre auf sie und ihre Familie zurückgefallen. Doch dann tut Josef, was recht ist, auch wenn es in den Augen seiner Gesellschaft unehrenhaft ist: Er nimmt eine Ehrlose zur Frau.

Josef missachtet eine der grundlegenden Regeln einer traditionellen Gesellschaft, das Gesetz von Ehre und Schande. Er macht sich aus freien Stücken ehrlos. Wieder kommt einem ein anderes Beispiel aus der Überlieferung Israels in den Sinn. Zweimal nimmt der Prophet Hosea auf Befehl Jahwes eine Dirne oder Ehebrecherin zur Frau (Hos 1, 2 – 3,5), um so Israel die unerschütterliche Treue Jahwes zu seinem treulosen Volk vor Augen zu führen. Die Anspielung ist leicht zu verstehen: Auch Josefs Heirat mit Maria wird zum Bild für Gottes Handeln. Gott selbst macht sich ehrlos im Schicksal Jesu, dem Sohn Marias, wie Josef sich ehrlos macht, wenn  er Maria zur Frau nimmt.

Die Geschichte von Josefs Rolle im frühen Schicksal des Jesus von Nazareth, wie Matthäus sie erzählt, fügt dem, was wir Menschwerdung Gottes nennen, eine tiefere Dimension hinzu. Menschwerdung Gottes meint nicht einfach, dass da plötzlich Gott in der Person Jesu durch Palästina wandert. Punkt. Menschwerdung Gottes ist ein Ereignis, das die herrschenden Verhältnisse durcheinander wirbelt, geltende Wertmasstäbe fragwürdig erscheinen lässt, Menschen idiotische Dinge tun lässt. Menschwerdung Gottes ist ein fortlaufender Prozess, der noch lange nicht am Ende ist. Gott sei Dank!

Sonntag, 18. Dezember 2011

Weihnacht der Tiere


In der Heiligen Nacht können die Tiere sprechen, so will es ein alter Volksglaube, und wer unter den Menschen ein reines Herz hat, kann sie verstehen. Tiere gehören auch zu den unverzichtbaren Figuren einer jeden Krippendarstellung. Bei manchen Krippen stehen Ochs und Esel sogar näher beim Jesuskind als Maria und Josef, und die Schafe sind eher bei der Krippe als die drei Weisen. 

Die Schafe sind ja denn auch, in der Geburtserzählung des Lukas (Lk 2, 1-20) die ersten, denen zusammen mit ihren Hirten die Nachricht von der Geburt einer Rettergestalt verkündet wird. Die Schafe sehen das Licht und hören die Stimme der Himmelserscheinung in der Nacht der Geburt Jesu. Jesus selbst wird, immer nach Lukas, vielleicht nicht gerade in einem Stall, sondern vermutlich eher in einer schlichten Bauernbehausung in einem Raum geboren, den Menschen sich mit ihren Haustieren teilen. Dass sein erstes Bettchen ein Futtertrog ist, wird von Lukas eigens betont. 

Menschwerdung Gottes geschieht inmitten eines engen Miteinander von Mensch und Tier. Mensch und Tier sind aufeinander angewiesen und verwiesen und schaffen durch dieses Miteinander den Raum, in dem Gott Mensch werden kann. Die Verheißung des Propheten Jesaja klingt an (Jes 11,1- 9): Der Wolf liegt beim Lamm, der Panther beim Böcklein, Kalb und Löwe weiden zusammen und ein kleiner Knabe kann sie hüten ... Es ist, als ob Gott etwas in seiner Schöpfung wieder zurecht rücken würde, das aus dem Gleichgewicht geraten ist. Der Messias des HERRN kommt als Retter nicht nur der Menschen sondern auch der Tiere. Menschwerdung Gottes bedeutet auch Heilung des Zerwürfnisses zwischen Mensch und Tier.

Jenseits aller Weihnachtsromantik offenbart sich in dem alten Bauernglauben, dass die Tiere in der Heiligen Nacht sprechen und sich dem Menschen verständlich machen können, ein tiefer Sinn. Die Sprache des andern verstehen, bedeutet ja auch, den andern in seinem Sosein, in seinen Bedürfnissen und in seiner Würde zu achten. Davon sind wir allerdings weit entfernt. Dass Tiere auch eine Würde haben und Rechte, steht in keinem Gesetz und in keiner Verfassung. Juristisch sind Tiere Sachwerte. Praktisch sind sie Eiweißlieferanten, die industriell hergestellt werden. Das Gesetz verhindert gerade einmal die ärgsten Grausamkeiten. Ob wir wohl eines Tages mit demselben Entsetzen darauf zurückblicken werden, wie wir noch mit unseren Tieren umgehen, mit dem wir heute auf die Sklaverei früherer Jahrhunderte zurückblicken? Gottes Menschwerdung ist so lange unvollständig, als der Mensch nicht menschlicher wird. Ein Zeichen dafür wäre, dass er verstehen lernt, was seine Tiere ihm zu sagen haben.




Donnerstag, 15. Dezember 2011

Hoffnung auf Stroh ( Lk 2,1-20)


Es geschah in jenen Tagen: Kaiser Augustus erließ ein Dekret, wonach die gesamte bewohnte Welt aufgezeichnet werden sollte. Diese erste Aufzeichnung fand statt, als Quirinius Statthalter von Syrien war. Und alle machten sich auf den Weg, sich aufschreiben zu lassen; jedermann in seine Stadt.

Auch Josef ging von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa zu einer Stadt Davids, die Bethlehem heißt. Er war nämlich aus dem Haus und der Familie Davids. Dorthin ging er, um sich aufschreiben zu lassen, zusammen mit Maria, seiner Frau. Die aber war schwanger.

Als sie dort waren, begannen bei ihr die Wehen und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn und bettete ihn in einen Futtertrog. Im Gasthaus war nämlich kein Platz mehr für sie gewesen, und sie hatten Unterschlupf bei Bauern gefunden. 
 
In der Gegend aber waren Hirten, die waren auf dem Feld und hielten Wache bei ihrer (Schaf-)Herde. Und ein Engel des HERRN kam über sie und der Lichtglanz des HERRN umstrahlte sie. Und sie hatten große Angst. Und der Engel sprach zu ihnen: Habt keine Angst. Ich bringe euch eine Gute Nachricht, eine große Freude für das ganze Volk. Euch ist nämlich heute ein Retter geboren, der Gesalbte des Herrn, in der Stadt Davids. Dies zum Zeichen für euch: ihr werdet einen Säugling finden, der liegt gewickelt in einem Futtertrog. 
 
Plötzlich waren bei dem Engel eine Vielzahl himmlischer Wesen. Sie lobten Gott mit den Worten:
Ehre Gott in den Höhen und Friede auf Erden den Menschen, die sein Wohlgefallen finden. 
 
So kam es dann: als die Engel von ihnen zum Himmel weggegangen waren, sagten die Hirten zueinander: Dann wollen wir nach Bethlehem hineingehen ihn und schauen, was der HERR uns kundgetan hat. Eilends machten sie sich auf den Weg. Sie fanden Maria und Josef und den Säugling, der im Futtertrog lag. Als sie es sahen, berichteten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Alle, die es hörten, wunderten sich über das, was die Hirten ihnen erzählten. Maria aber behielt all diese Worte im Gedächtnis und sann in ihrem Herzen darüber nach. Die Hirten kehrten zurück. Sie verherrlichten Gott und lobten ihn ob dem, was sie gehört und gesehen hatten.

Aufs Genaueste bestimmt Lukas in dieser Erzählung den Zeitpunkt der Geburt Jesu und bringt ihn damit in einen weltpolitischen Zusammenhang. Damit hat er allerdings die Historiker in nicht geringe Verlegenheit gebracht. Denn des Lukas Angaben lassen sich nicht mit denen seines Kollegen Matthäus in Einklang bringen. Für Matthäus wurde Jesus zur Zeit Herodes des Großen geboren. Der aber starb im Jahre 4 vor Beginn unserer Zeitrechnung. Quirinius, den Lukas erwähnt, wiederum wurde erst im Jahre 6 u.Z. Statthalter von Syrien. Außerdem lässt sich übe eine angebliche Volkszählung zum mutmaßlichen Zeitpunkt der Geburt Jesu nur spekulieren. 

Doch Lukas geht es nicht um Historie sondern um Geschichte. Er will nicht weniger als vom Aufscheinen des Göttlichen in der Welt in einem konkreten Augenblick der Geschichte Zeugnis geben. In der Welt des Römischen Imperiums genauer hin. Durchaus bewusst und keineswegs nur aus chronologischem Interesse beherrscht der römische Kaiser Augustus den Anfang der Erzählung. „Beherrschen“ ist genau der richtige Ausdruck. Die gesamte bewohnte Welt will der Imperator aufzeichnen lassen. Darin äußert sich ein kolossaler, ein totaler Machtanspruch. Die Welt ist so groß, wie meine Macht reicht, dahinter beginnt imperiales Nirgendwo. Und Aufzeichnen ist gleichbedeutend mit Macht ausüben. Des Augustus Macht(anspruch) ist buchstäblich grenzenlos. 

Schon zu Lebzeiten wird Augustus Sohn Gottes genannt, weil Julius Cäsar, den der römische Senat zum Gott erklärte, seinen Großneffen testamentarisch als Sohn adoptierte. Nach seinem Tod wird der Kaiser als Gott verehrt. In Kleinasien werden ihm Tempel errichtet. Sein Geburtstag, der 23. September, wird zum Beginn des neuen Jahres, der erste Monat nach ihm benannt, unser Monat August. Zu seinen vielen Titel gehören Erlöser, Friedensfürst, Heiland, Bezeichnungen, die uns in ganz anderem Zusammenhang vertraut erscheinen. 

Da kommt in einem verlorenen Winkel des Römischen Imperiums, in der drangvollen Enge eines Bauernhauses, unter fremden Menschen und ihren Haustieren ein Säugling zur Welt und wird aus schierer Not in einen Futtertrog gebettet. Der Menschensohn hat keinen Ort, wohin er sein Haupt betten könnte. Und Lukas taucht diese Arme-Leute Geburt in einen Glanz, gegen den sich die ganze imperiale Pracht eines Augustus wie das trübe Licht eines Novembermorgens ausnimmt. Hier ist Gott, heißt die Botschaft! Hier liegt der Hoffnungsträger Gottes auf Stroh gebettet. 

Bethlehem setzt das Theologengeschwätz von einem allmächtigen Gott ins Unrecht. Der allmächtige Gott ist ein Gott nach unserem Bild. Er soll die Vorstellung von einer hierarchisch geordneten Welt sanktionieren, einer Welt, in der Die-Da-Oben bestimmen und Die-Da-Unten sich fügen. Der Gott von Bethlehem aber ist ein anarchischer Gott, ein Gott im Stroh. Gottes Macht ist die sanfte Kraft eines Wassertropfens, dessen Stetigkeit einen Fels zu spalten vermag. 

Die Erinnerung an Bethlehem ist, um ein Wort von Johann Baptist Metz aufzugreifen, eine gefährliche Erinnerung, denn sie entzieht menschlichen Machtansprüchen die Legitimation. Bethlehem ist ein politisches Manifest, das noch lange nicht umgesetzt ist.


Donnerstag, 8. Dezember 2011

Magnificat (Lk 1, 46 - 55)

Groß lasse ich werden den Herrn, 
denn ich bin außer mir vor Freude 
über Gott, meinen Retter. 
Er hat mich beachtet, ich war es ihm wert, 
ein junges, nutzloses Mädchen. 
Ja – jetzt werden sie mit Hochachtung von mir sprechen, 
denn maßlos hat der Kraftvolle an mir gehandelt.
Heilig sein Name! 
Seine Zuwendung allen, die ihn fürchten! 
Er ließ sie seine Kraft spüren, 
er sprengte sie auseinander, die Überheblichen. 
Die da oben hat er heruntergeholt und Niedrige aufgerichtet. 
Arme Schlucker überhäuft er mit Gutem, 
Reiche gehen leer aus. 
Er kümmert sich um Israel, seinen Knecht. 
Er vergisst nicht, was er unseren Vorfahren versprochen hat,
Abraham und seinen Nachkommen.

Montag, 5. Dezember 2011

Geboren aus der Jungfrau ...


Ein Engel – Gabriel – kam von Gott in die Stadt Nazareth, zu einer Jungfrau, Maria mit Namen. Sie war Josef, einem Mann aus dem Hause David, versprochen.
Sprach der Engel zu der Jungfrau: Du wirst ein Kind empfangen und einen Sohn gebären. Dem sollst Du den Namen Jesus geben.
Maria aber – verwirrt – fragte den Engel: Wie soll das geschehen, da ich mit keinem Mann zusammen bin?
(vgl. Lk 1,26 - 38)
Was hat es mit dieser unwahrscheinlichen Erzählung auf sich, dass Jesus ohne Zutun eines Mannes gezeugt und von einer Jungfrau geboren wird?
Die Geschichte will als Gleichnis gelesen werden. „Geboren aus der Jungfrau ...“ ist das erste Reich-Gottes-Gleichnis, das Jesus erzählt: Das Reich Gottes kann man vergleichen mit einer Jungfrau, die ein Kind geboren hat. Es/Er kommt unvermittelt.
Man muss diese Geschichte beim Wort nehmen, aber man darf sie nicht wörtlich verstehen. Sie erzählt von dem Unmöglichen. Sie erzählt von Gott.
Gott ist das Unmögliche schlechthin. Wäre es möglich, wäre ER nicht Gott. Was möglich ist, ist verfügbar. Gott ist der Unverfügbare. Er ist die Antwort auf unsere Gebete, mit der wir nicht gerechnet haben. Darum ist Vorsicht geboten beim Gebet.
Die Geschichte hat auch noch einen feinen Hintersinn. Die POTENZ des MANNES ist bei der Menschwerdung Gottes nicht gefragt. Offenbar ist Gottes Macht von anderer Art als Männermacht. Mit dem Blick auf das Schicksal Jesu könnte man geradezu von der IMPOTENZ Gottes sprechen. Unmöglich!